Johannischer Kirchentag 2022

Vom 20. bis zum 28. August lädt die Johannische Kirche zu ihrer diesjährigen Kirchentagswoche ein. Die Kirchenleitung stellt diese Tage der Begegnung unter folgendes Leitwort, das den Seligpreisungen der Bergpredigt entstammt:

„Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9)

Gottesdienste, Gesprächskreise, Vorträge und viele weitere Veranstaltungen finden dieses Jahr wieder in Präsenz statt. Dementsprechend sind alle Geschwister, Glaubensfreunde und Gäste herzlich eingeladen, in die Kirchenzentren St.-Michaels-Heim in Berlin und Friedensstadt in Glau zu reisen.

Natürlich werden die zu dem Zeitpunkt geltenden Coronaregeln von Berlin beziehungsweise Brandenburg gelten. Falls notwendig, wird es wie schon im vergangenen Jahr ein Ticket-System zur Anmeldung bei Veranstaltungen geben.

Darüber hinaus sollen einzelne Programminhalte, vor allem Vorträge und spezielle Veranstaltungen, auch wieder über den Livestream auf www.johanischer-kirchentag.de gesendet und an verschiedene Orte übertragen werden. Einige Veranstaltungen, zum Beispiel Gesprächskreise, sind jedoch nur noch zum Austausch der Geschwister und Gäste vor Ort gedacht.

Wie aus den Jahren vor der Corona-Pandemie bekannt, wird dieses Jahr wieder ein gedrucktes Programm zur Kirchentagswoche erscheinen. Zusätzlich wird es möglich sein, die Programminhalte in der aktuellen Form zeitnah auf www.johannischer-kirchentag.de zu finden.

Einige Inhalte werden dort auch noch später in der Mediathek zur Verfügung stehen.

Was ist der Johannische Kirchentag?

Alljährlich begehen die johannischen Christen in der Woche um den 24. August, dem Geburtstag des Kirchengründers Joseph Weißenberg (1855-1941), eine Kirchentagswoche. Die Woche ist immer geprägt durch Gottesdienste, Gesprächskreise, Vorträge, kulturelle Ereignisse, ehren­amtliche Aufbaueinsätze sowie Zeit, um in der Gemeinschaft beisammen zu sein. Mitglieder und Glaubensfreunde aller Gemeinden und aller Altersstufen sowie Gäste nehmen an den Aktivitäten teil und gestalten sie mit. Höhepunkt der Woche ist der Fest- und Abschlussgottesdienst am Kirchentagssonntag auf dem Waldfrieden-Gelände.

Die Möglichkeit, im Rahmen der Kirchentagswoche in gläubiger Gemeinschaft zusammenkommen zu dürfen, empfinden viele Menschen als Geschenk des Herrn und als Ausdruck seines Willens, den Einzelnen schon hier auf Erden in seine Gemeinschaft aufzunehmen und einzubinden.

So sind diese Tage immer auch eine Zeit von allen für alle, ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Die Durchführung einer Kirchentagswoche ist nur aufgrund des ehrenamtlichen Engagements vieler Helfer möglich, denen auch an dieser Stelle für ihre Arbeit gedankt sei.

Die Anfänge des Johannischen Kirchentages

Der erste Kirchentag fand 1926 zum Reformationsfest in Berlin-Steglitz statt. Bis zum Kirchenverbot 1935 blieb es bei diesem Datum. Die neue Verbindung des Kirchentages ab 1946 mit dem Geburtstag Joseph Weißenbergs folgte der Bedeutung, die er in der Johannischen Kirche hat.

Noch in der Zeit vor der Gründung der Johannischen Kirche war am 24. August der Kreis derer, die Joseph Weißenberg gratulierten, sehr groß. Ab 1926 wurde das Fest seines Geburtstages in das Kirchenleben einbezogen. Nicht nur Einzelne gratulierten jetzt, es kamen Vertreter der immer zahlreicher werdenden Gemeinden und überbrachten Segenswünsche und Grußbotschaften. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Friedensstadt vereinte der dem 24. August folgende Sonntag die Anhänger Joseph Weißenbergs zur großen „Nachfeier“. Da die Festhalle auf dem Waldfriedengelände nur zweitausend Menschen fassen konnte, fanden gleichzeitig bis zu sieben Gottesdienste statt.