25 Jahre – wir sagen Dank

Das Pfingstfest stand im Zeichen ganz besonderer Jubiläen


Der Festgottesdienst zum Pfingstfest 2019 im Waldfrieden.

Das diesjährige Pfingstfest stand ganz besonders im Zeichen der Rückgabe der Friedensstadt an die Johannische Kirche vor 25 Jahren. Freude und Dank über die Möglichkeit, seit einem Vierteljahrhundert mit dem Meister Joseph Weißenberg seine Stadt weiterbauen zu dürfen, fanden sich auch in der Programmgestaltung wieder. Nicht zu vergessen ist das Jubiläum der Gedenkstätte für Joseph Weißenberg im Lindenhof der Friedensstadt. Vor 25 Jahren wurde am 22. Mai zum Pfingstfest deren Fertigstellung verkündet.

Am Pfingstsamstatg waren um 16.15 Uhr alle Pfingstfestteilnehmer eingeladen zu der Feierstunde "Eine Heimat allem Hoffen und der Pilgerschaft ein Ziel". In der Kirche des Waldfriedens wurden in einer knappen halben Stunde Erlebnisberichte, Gedanken und Wünsche anlässlich der Rückgabe der Friedensstadt 1994 vorgetragen. Im Anschluss führten dann Mitglieder der Urgemeinde noch einmal die etwa 20 Minuten dauernde musikalische Erinnerung an Rückgabe und Anfangszeit der Wiederaufbaus auf, mit der sie auf ihrem Gemeindetag Ende März bereits die Anwesenden begeisterten.

Auch der Abend blieb im Waldfrieden musikalisch, denn der Blankenseer Musiksommer lud zu einem Konzert ein – extra samstags statt freitags, damit auch die Pfingstfestteilnehmer die Chance hatten, das britische Bloomsbury Ensemble und ihre Kammermusik mit Londoner Flair zu erleben.

Auf Gäste freuten sich natürlich auch die Verantwortlichen und Künstler der Handarbeits- und Kunsthandwerkausstellung im Waldfrieden und des Stübchens und des Secondhandverkaufs in der Friedensstadt, die am Samstag und Sonntag geöffnet hatten. Der Glauer Hof lud zudem von Samstag bis Montag zu verschiedenen, neuen Ausstellungen ein.

Der Festgottesdienst am Sonntag um 11 Uhr in Kirche und Park des Waldfriedens – und nicht zu vergessen der Gottesdienst zeitgleich im Berliner St.-Michaels-Heim – sind immer die Höhepunkte des Pfingstfestes, das seinen Segen auf eine einmütige Gemeinde ausgießen möchte.

Am Sonntagnachmittag gab es noch einmal einen besonderen Jubiläums-Programmpunkt: "25 Jahre – wir sagen Dank" war der Titel eines kurzen Festakts, zu dem unser Oberhaupt Schwester Josephine Müller alle Teilnehmer um 14 Uhr auf den Friedensplatz (ehem. Exerzierplatz) der Friedensstadt einlud. Bei Gebet, Gesang und der Gelegenheit, um seine ganz persönlichen Gedanken zur Rückgabe der Siedlung des Meisters in den Himmel zu schicken, durfte die Festgemeinde noch einmal ganz bewusst Dank für das vergangene Vierteljahrhundert mit der Friedensstadt sagen. An diesem Ort erfolgte dann auch die Verabschiedung der Festteilnehmer, denn einige von ihnen machten sich auf ihren langen Heimweg.

Aber natürlich ging das Festprogramm munter weiter. Das St. Michael’s Jazz Orchestra lud zur "Musikalischen Kaffeetafel" rund um den Biergarten der Friedensstadt ein.

Der Sonntagabend klang dann im Biergarten etwas länger und lebhafter als am Vorabend aus, und auch die Jugendlichen freuten sich über ihre Jugendparty in den Räumen der Sonne.

Am Montag hatte dann auch das St.-Michaels-Heim wieder Gelegenheit, seiner Rolle als beliebter Gastgeber gerecht zu werden. Haus und Küche luden zum Pfingstfrühschoppen ein, den das St. Michael’s Jazz Orchestra musikalisch umrahmte. Nähstube und Kunstwerkstatt luden derweil zum Stöbern ein.

In der Friedensstadt unterhielt beim Frühschoppen im Biergarten wieder einmal die beliebte Gruppe Aja Brasil die Gäste mit ihren heißen Rhythmen. (rg)