Einigkeit und Mut

Pfingsten vermittelt Aufbruchstimmung

Frühling, endlich ist er da! Das kräftige Grün erfreut unsere Seele, gibt uns Schwung und macht uns tatenvoll. Nach langer, dunkler Winterzeit kann das Leben endlich wieder intensiv gespürt und gefeiert werden. Das alles am liebsten draußen und mit guten Menschen um uns herum.

Wenn wir eingangs statt "Frühling" das Wort "Pfingsten" verwendet hätten, müsste trotzdem niemand mit Unverständnis auf den folgenden Text blicken, denn was für den Frühling gilt, gilt für das Pfingstfest erst recht – nur geht es hier nicht um irdische Natur und Kraft, sondern um geistige!

Denn vorbei sind die schweren Zeiten des Karfreitags. Das Ostergeschehen, vergleichbar mit den ersten Frühblühern, die aus der Wintererde kommen, hat den Sieg und die Kraft des ewigen Lebens deutlich werden lassen. Und eine kleine Schar Gläubiger, die sich einst ängstlich hinter verschlossenen Türen versteckt hatten, wurde zu kraftvollen Bekennern, die auf einen öffentlichen Platz gingen und Christi Lehre predigten.

Was war geschehen? In den 40 Tagen nach seiner Auferstehung nahm der Heiland die Seinen noch einmal intensiv "ins Gebet"; er richtete sie dahingehend aus, dass sie in Zukunft zwar auf sich allein gestellt, aber durch den Heiligen Geist intensiv mit ihm verbunden blieben. So war der Tag seiner Himmelfahrt auch kein endgültiger Abschied, sondern das Versprechen: "Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende."

Die Jünger waren nun voller Tatendrang. Sie wollten den Menschen unbedingt das Evangelium, was auf Deutsch "Frohe Botschaft" heißt, nahebringen. Nur wann? Zehn Tage nach Himmelfahrt wurde in Jerusalem das jüdische Wochenfest Schawuot gefeiert. Es erinnerte die Juden sieben Wochen nach dem Passahfest an den Empfang der zweiten Zehn Gebote am Berg Sinai. – Wie passend! "Ein neu Gebot gebe ich euch!", waren die Worte des Heilands gewesen. Also gingen sie hin zu den Menschen und predigten ohne Scheu die Auferstehung Christi.

Wenn wir uns das biblische Geschehen um dieses Fest vor Augen führen, erkennen wir, dass da etwas Neues entstanden ist: Es vollzog sich die Gründung der christlichen Gemeinde, der christlichen Kirche. Voraussetzung dafür war, dass die kleine Schar der Anhänger Christi "einmütig" beieinander war. – Einmütigkeit, kein aktuelles, aber doch ein schönes Wort: es hat etwas mit Einigkeit und Mut zu tun.

Pfingsten hat dann jedoch noch eine Komponente, von der die Bibel berichtet, sozusagen eine übernatürliche: "Sie wurden alle voll des Heiligen Geistes." Heiliger Geist ist hier das Sinnbild für Gottes Strom, der Menschen durchflutet und zu Taten ermächtigt, zu denen sie allein nicht fähig gewesen wären. Und so lehrt uns das Pfingstgeschehen: Einigkeit und Mut lässt mit Gottes Unterstützung in uns und durch uns Neues entstehen. Wenn wir nun an einen lebendigen Gott glauben, dann ist Pfingsten für uns kein historischer Moment, sondern immer wieder ein neu zu erlebendes Ereignis. Auch in diesem Jahr!

Rainer Gerhardt


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