Johannischer Kirchentag 2011
Im August trafen sich die Johannes-Christen wieder in Berlin, Blankensee und der Friedensstadt

Die Festhalle auf dem Waldfriedengelände dient in der Kirchentagswoche als Gottesdienst- und Begegnungsstätte.
Die johannischen Christen begingen in der Woche um den 24. August - in diesem Jahr vom 20. bis zum 28. August - eine Kirchentagswoche, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen waren.
Gottesdienste, Vorträge, Gesprächskreise, kulturelle Ereignisse, ehrenamtliche Aufbaueinsätze sowie Zeit, um in der Gemeinschaft beisammen zu sein, prägten diese Tage.
Veranstaltungsorte waren wie immer das St.-Michaels-Heim in Berlin-Grunewald sowie im Land Brandenburg die Friedensstadt Weißenberg mit dem Kirchenzentrum Waldfrieden in den Trebbiner Ortsteilen Blankensee und Glau.
Mitglieder und Glaubensfreunde aller Gemeinden und aller Altersstufen sowie Gäste nahmen an den Aktivitäten teil und gestalten sie mit. Höhepunkt des Kirchentags war der Fest- und Abschlussgottesdienst am 28. August im Kirchenzentrum Waldfrieden; an ihm nahmen über 2.000 Kirchenmitglieder und Gäste teil.
Der Kirchentag ist Jahr für Jahr von allen für alle, ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Seine Durchführung ist nur aufgrund des ehrenamtlichen Engagements vieler freiwilliger Helfer möglich, die sich zum Teil schon seit Monaten intensiv auf die einzelnen Veranstaltungen vorbereiten oder auch dann noch mithelfen, wenn viele Besucher längst wieder zu Hause sind. Allen Helferinnen und Helfern sei an dieser Stelle von seiten der Johannischen Kirche ausdrücklich für ihr Engagement gedankt.
Die Veranstaltungen sind bewusst kostenfrei beziehungsweise mit einem sehr niedrigen Eintrittspreis versehen worden, damit finanzielle Gründe einen Besuch nicht scheitern lassen. Dies geschieht auch in dem Wissen, dass viele Teilnehmer erhebliche Reisekosten auf sich nehmen, um diesen Kirchentag erleben zu können.
Johannischer Kirchentag damals
Der erste Kirchentag fand 1926 zum Reformationsfest in Berlin-Steglitz statt. Bis zum Kirchenverbot 1935 blieb es bei diesem Datum. Die neue Verbindung des Kirchentages ab 1946 mit dem Geburtstag Joseph Weißenbergs folgte der Bedeutung, die er in der Johannischen Kirche hat.
Noch in der Zeit vor der Gründung der Johannischen Kirche war am 24. August der Kreis derer, die Joseph Weißenberg gratulierten, sehr groß. Ab 1926 wurde das Fest seines Geburtstages in das Kirchenleben einbezogen. Nicht nur Einzelne gratulierten jetzt, es kamen Vertreter der immer zahlreicher werdenden Gemeinden und überbrachten Segenswünsche und Grußbotschaften. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Friedensstadt vereinte der dem 24. August folgende Sonntag die Anhänger Joseph Weißenbergs zur großen "Nachfeier". Da die Festhalle auf dem Waldfriedengelände nur zweitausend Menschen fassen konnte, fanden gleichzeitig bis zu sieben Gottesdienste statt.

