Johannischer Kirchentag 2016

In der Woche um den 24. August 2016 trafen sich die Johannes-Christen wieder in Berlin, Blankensee und der Friedensstadt


Die Kirchentagswoche 2016 lädt alle Besucher von Nah und Fern ein.

Hinweis: Auf der Internetseite des Projekts Silas www.gottistliebe.eu können ausgewählte Vorträge aus der Kirchentagswoche 2016 nachgehört werden.

Der August steht in den johannischen Kirchenzentren, dem Berliner St.-Michaels-Heim und der Friedensstadt Weißenberg, ganz im Zeichen der johannischen Kirchentagswoche, die alljährlich in der Woche um den Geburtstag des Kirchengründers Joseph Weißenberg stattfindet, in diesem Jahr war dies vom 21. bis 28. August. 

Den geistigen Rahmen der Woche bildeten fünf Gottesdienste, im Mittelpunkt stand der Geburtstagsgottesdienst für Joseph Weißenberg (1855-1941) am 24. August. Er ist nach unserem Glauben der vom Heiland Jesus Christus verheißene Tröster und Geist der Wahrheit und gründete 1926 die Johannische Kirche unter dem Auftrag zur "Überbrückung der Konfessionen durch die Liebe". 

Festhalle im Waldfrieden
Die Festhalle auf dem Waldfriedengelände dient in der Kirchentagswoche als Gottesdienst- und Begegnungsstätte.

Eröffnet wurde die Kirchentagswoche mit Gottesdiensten am Sonntag, dem 21. August, im Waldfrieden und im St.-Michaels-Heim; im Waldfrieden fand auch die Feier der Konfirmation statt, junge Menschen bekannten sich zu ihrem johannischen Glauben. Wir wollen auch sie in Gebet und Gemeinschaft begleiten. 

Während der Woche konnten dann alle Besucher – wo auch immer sie herkamen – teilnehmen an unterschiedlichsten Veranstaltungen: Vorträge und Gesprächskreise dienten zur Information über die Glaubenslehre und über die verschiedenen Einrichtungen der Johannischen Kirche wie Sozialwerk, Gut Schönhof oder den Schulverein Friedensstadt e.V. Im gemeinsamen Austausch konnten neue Perspektiven gewonnen werden, der Glaube vertieft und Impulse für das kommende Kirchenjahr mitgenommen werden. 

Neben der geistigen Arbeit bestanden in der Friedensstadt und im St.-Michaels-Heim auch zahlreiche Möglichkeiten, sich handwerklich und anderweitig helfend einzubringen. Schließlich war auch die Beherbergung und Bewirtung der vielen Besucher eine wichtige Aufgabe, damit sich alle rundherum wohlfühlten. Darüber hinaus gab es kulturelle und gesellige Angebote, die der Erheiterung und der Vertiefung menschlicher Kontakte dienten. Dafür war auch oft das "programmfreie" Zusammentreffen wichtig, und so waren alle Besucher dazu eingeladen, einen Weg durch die Woche zu finden, der ihrer Seele Stärkung bringt. Viele Mitglieder der Urgemeinde Friedensstadt wie auch der Berliner Gemeinden waren in dieser Woche gute Gastgeber, und freuten sich über alle, die sie dabei unterstützen. 

Zum Abschluss dieser "Gotteswoche", wie sie in einer Predigt einmal bezeichnet wurde, fand dann ein großer Festgottesdienst in der Kirche im Waldfrieden statt, an dem auch alle Kirchenbanner der Gemeinden beteiligt waren. Damit hat das neue johannische Kirchenjahr nun begonnen.

Ulrike Gehde
Vorstand Johannische Kirche

Gottesdienst am 24. August

Am 24. August - dem Geburtstag des Kirchengründers Joseph Weißenberg findet immer ein Festgottesdienst in der Gotteshalle im Waldfrieden statt.

Johannischer Kirchentag damals

Der erste Kirchentag fand 1926 zum Reformationsfest in Berlin-Steglitz statt. Bis zum Kirchenverbot 1935 blieb es bei diesem Datum. Die neue Verbindung des Kirchentages ab 1946 mit dem Geburtstag Joseph Weißenbergs folgte der Bedeutung, die er in der Johannischen Kirche hat.

Noch in der Zeit vor der Gründung der Johannischen Kirche war am 24. August der Kreis derer, die Joseph Weißenberg gratulierten, sehr groß. Ab 1926 wurde das Fest seines Geburtstages in das Kirchenleben einbezogen. Nicht nur Einzelne gratulierten jetzt, es kamen Vertreter der immer zahlreicher werdenden Gemeinden und überbrachten Segenswünsche und Grußbotschaften. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Friedensstadt vereinte der dem 24. August folgende Sonntag die Anhänger Joseph Weißenbergs zur großen "Nachfeier". Da die Festhalle auf dem Waldfriedengelände nur zweitausend Menschen fassen konnte, fanden gleichzeitig bis zu sieben Gottesdienste statt.